Mobilsägen, Holzspalter und Rückeanhänger für den Nebenerwerbs-Holzwirt dominierten auch in diesem Jahr die Fachmesse Forst-Live Anfang April. Allerdings wagten sich auch einige Aussteller mit Profi-Equipment für Forstunternehmer an den neuen
Standort in Offenburg. So zeigte Welte den Kompakt-Skidder W
130, der kurz nach der Messe an das kommunale Forstamt Neustadt/Weinstraße ausgeliefert wurde. Auch im Profisektor ist der neue 12 to-Rückeanhänger G-HTW 120 von
Grimm Gerätebau anzusiedeln. Die Erwartungshaltung an das neue Gerät ist hoch, bereits bevor das erste Exemplar fertig gestellt ist, waren
bereits drei Rückeanhänger bestellt.
Für den gestiegenen Stellenwert der Forst-Live sprechen nicht nur 11.500 Besucher und der neue Ausstellerrekord von 150 Herstellern und Händlern.
Überraschenderweise lüfteten einige Maschinenbauer in Offenburg auch schon ein klein wenig den Neuheiten-Vorhang im Vorfeld der Münchner
Interforst vom 12. bis 16. Juli.
"Unsere Interforst-Neuheit hat mit der Anzahl der Räder zu tun", gab sich Welte-Geschäftsführer Werner Nühnen noch kryptisch. Clemens
Ritter vom gleichnamigen Umrüster und Seilwinden-Hersteller will dagegen bereits im Mai einen eigenen Skidder mit 185 PS präsentieren.
Pfanzelt, einer der treuen Forst-Live-Aussteller kündigte für München Verbesserungen bei der Antriebstechnik der Rücke- und
Spezialmaschinen an.
Neuheiten für das Forst-Live typische Nebenerwerbs-Klientel sowie Ankündigen für die Interforst konnte der
Mobilsägenanbieter Michau Hartenberger in Offenburg präsentieren. Für die Interforst kündigte er die Bandsäge TTM 800 an. Obwohl die
Elektrobandsäge ohne Fahrgestell eher auf Tischlereien abzielt, erwartet sich Hartenberger schon allein wegen des attraktiven Preises von 14.000 €
eine rege Nachfrage.
Auf den Erfolg der kleinen LT15 Mini-Mizer vom Marktführer Wood-Mizer springt Hartenberger auf und präsentierte in Offenburg die stationäre
Mini-Wirex CZ 1. Der Bandsäge stehen ein 7,5 und ein 11 kW Motor zur Verfügung. Es lassen sich Stämme bis 80 cm Durchmesser schneiden.
Brennholz und Hackschnitzel sind seit einigen Jahren bereits Schwerpunktthemen der Forst-Live.
Auch in diesem Segment stellten sich die Aussteller auf die Besucher ein und zeigten besonders Anlagen für den Nebenerwerb. So lies
Pezzolato Deutschland Säge-Spalt-Kombinationen der TLC-Reihe für die Profis zuhause und zeigte stattdessen als Deutschland-Premiere die TM
400. Die Maschine ist komplett mit Zuführband und Scheitholzförderband ausgerüstet, wird vollhydraulisch bedient und hat einen 16 t Spalter mit
hydr. verstellbarem, auswechselbarem 4, 6 oder 8-fach Keil. Das Besondere an der Maschine ist, dass das Holz nach dem Schnitt nicht unkontrolliert
in die Spaltmulde fällt, sondern wie bei den großen TLC-Modellen durch einen Querverschieber vor den Spalter geschoben und dann erst gespalten
wird. Dadurch kann die Maschine auch als reine Kappsäge genutzt werden, um vorgespaltene Meterscheite oder Knüppelholz nur auf Ofenlänge zu
schneiden ohne zu spalten.
Ähnlich wie bei Pezzolato lies auch der Hacker-Spezialist Siegfried Bernhard die großen Wüst-Hacker für landwirtschaftliche Lohnunternehmer im heimatlichen
Vorarlberg. Dafür präsentierte er kostengünstige Scheibenhäcksler und Schneckenhacker. Zusammen mit Zettler Land- und Nutzfahrzeuge hat der
den Vertrieb des polnischen Herstellers Teknamotor übernommen. Vor
allem der Skorpion 250 R mit einem Hackschnitzelausstoß von 22cbm/h (EUR 10.890,-) läuft auf dem deutschen Markt sehr gut an.
Nach wie vor im Programm sind bei Siegfried Bernhard die finnischen Scheibenhacker von Laimet. Zur Interforst in München soll der neue HP
500 fertig sein. Der Ausstoß der Großhackanlage dürfte über dem Vorgängermodell liegen, das bereits 200 cbm/h aufweisen konnte.
Eher die Funktion des Blickfangs dürfte der neue Vermeer Recycler HG6000 in Offenburg inne gehabt
haben. Wahlweise mit 525 PS oder 630 PS treibt der Caterpillar-Motor die Hammerwerktrommel an. Organische Abfälle inklusive Hartholz, Abbruchholz
und Palette wandern vom großen Einzugstisch (6,1mx1,5m) durch die überdimensionale Öffnung von 81x150 cm. Die Leistung gibt Vermeer mit 70
t/Stunde an. Es stehen Siebe mit 5 cm, 10 cm und 15 cm zur Auswahl, die innerhalb von 10 Minuten gewechselt werden können.
Die Nebenerwerbs-Grenze unterschreitet BEHA nach unten Richtung Freizeitvergnügen. Die in
Schweden populäre Kombination aus Quad plus Rückeanhänger will Georg Beha auch in Deutschland verbreiten. Erstmals zeigte er die FT-Baureihe von
Kranman. Zur Interforst will Beha mit zusätzlich mit eigenen Varianten auf den Markt kommen. Bislang ksoten die Maschinen der "Nutz- und
Spaß-Kategorie" 7.700 €. Das Gesamtgewicht drei Kranman-Modelle der FT-Reihe (ohne Kran) liegt zwischen 1,4 t (FT14) und 3,0 t (FT 30). Die
Schweden bieten zwei Kräne an. Der Rexon 300 hat bei 1,2m eine Hubleistung von 280 kg bei einem Gewicht von 227 kg (Kran + Greifer). Der Rexon 370
hebt 350 kg und hat ein Gewicht von 255 kg (Kran+Greifer). Für den Einsatz auf Quads bieten die Schweden ein 6 PS-Hydraulikaggregat mit 6,4-
Literpumpe bei 2000 U/min und 38 kg Gewicht.
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