| Interforst: Innovationen für Brennholz und Hackschnitzel |
| 11/07/2006 - 05:19 |
Die Ölpreisentwicklung hat der Brennholzbranche in den vergangenen Monaten einen rasanten Aufschwung beschert. Dem entsprechend werden die Produzenten von Brennholz immer professioneller. Die Hersteller von Brennholz- und Hackschnitzelmaschinen tragen dem Rechnung und bieten neue Lösungen. Einige Beispiele, die auf der Interforst in München vom 12.-16. Juli 2006 zu sehen sein werden:
AHWI: Großer Mobilhacker
"Mit dem HM 1400 werden wir einen der größten Mobilhacker Europas ausstellen", Magnus Göller, Vertriebsleiter Europa bei AHWI. Der Hacker verarbeitet Stämme bis 100 cm Stärke, auch Laubholz. Er kann auf LKW oder Raupenlafette aufgebaut werden. Leistungangaben wollte Göller nicht machen.
Eschlböck: Spaltbiber spart Hackergröße
Hackerspezialist Eschlböck stellt auf der Interforst erstmals den Spaltbiber vor. Das Gerät spaltet fallende Längen von der Seite bis zu einem Durchmesser von einem Meter. Es wird mit dem bekannten Biber-Hacker von Eschlböck kombiniert, auf der Messe wird der Biber 80 zu sehen sein.
Jenz: Schwerer Hacker für schweres Gelände
Jenz, Petershagen, stellt auf der Interforst einen Mobilhacker auf Raupenlaufwerk aus, den HEM 561 DL "Tiger". Dadurch kann die 490 PS starke Maschine auch in extremes Gelände vordringen und Biomasse vor Ort hacken. Der Hacker verarbeitet Stämme bis 56 cm Stärke. Bisher gab es derart schwere Hacker nur auf Straßenfahrzeugen. Beschickt wird das Gerät von einem Mobilbagger, der ebenfalls ein Kettenlaufwerk haben sollte.
Stockmann: Spalten im Großformat
Stockmann Landtechnik bringt den neu entwickelten Liegendholzspalter "Tornado" mit zur Interforst. Das Gerät spaltet Meterstücke bis 1m Durchmesser in ofenfertige Scheite. Mit einem Druck von 60 Tonnen wird das Spaltgut durch ein fest stehendes Spaltgitter gedrückt, das das Holz in bis zu 28 Scheite spaltet. Angetrieben wird der Tornado-Spalter über die Zapfwelle eines Schleppers, der mindestens 70 PS haben sollte.
Top-Thema Brennholz-Trocknung: Tommeltrockner von S & Ü
Ein großes Thema wird bei S & Ü der neue Trommeltrockner zur Brennholz- und Hackschnitzeltrocknung sein. Die in Zusammenarbeit mit der Holzfachschule in Bad Wildungen entwickelte Trocknung eignet sich besonders für das Zusammenspiel mit Biogas-Anlagen. Der Trommeltrockner nutzt die Abwärme der Biogasanlagen für 80°C Wasservorlauftemperatur. Der Kraft-Wärme-Kopplungs-Bonus des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) von 1 Cent/kWh elektrisch hält die Trocknungskosten niedrig. In den 12 bis 50 srm fassenden Röhren trocknet das Holz innerhalb von sechs bis sieben Tagen auf Holzfeuchten zwischen 15 bis 21%.
Per Radlader und Trichter gelangen die Scheite in die Trommel, die sich innerhalb von 10 Minuten einmal um die eigene Achse dreht. Die Scheite gelangen während der Trocknungszeit ans Ende der Trommel. Die spiralförmigen Leitbleche im Innern sorgen dafür, dass der Luftstrom gleichmäßig alles Holz bestreicht. Ist die Trocknung abgeschlossen, dreht sich die Trommel rückwärts, der Trichter kann nach oben weggeschoben werden.
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| (Kubatta, Fehrle, Fotos: Hersteller) |
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